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20. Oktober - Neonazi-Aufmarsch in Kassel - Details
Die von Neonazis aus Kassel und Umgebung als
"Trauermarsch" angemeldete Demonstration ist mitte
letzter Woche von der Stadt Kassel verboten wurden.
Begründet wird dieses Verbot in einem an den
Demonstrationsanmelder Mike
Sawallich (ehem. stellvertretende
Vorsitzender der JN-Hessen) zugestellten Schreiben,
weil "[...] damit zu rechnen [sei], daß Teilnehmer
und Teilnehmerinnen strafbare Handlungen begehen" und
"[...] die öffentliche Sicherheit und Ordnung mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erheblich
gefährdet wird".
Gegen dieses Verbot wurden, nach Angaben aus den
Reihen der Neonazis, bereits Rechtsmittel eingelegt
und, nach eigenen Informationen, räumt auch die Stadt
selbst dem Verbot wenig Aussicht auf Erfolg ein. Der
Betreiber der Seite Freier Widerstand Kassel,
Maxim Blumhardt aus Edermünde,
kündigte im Forum der "Autonomen Nationalisten
Deutschland" auch schon an, das selbst bei
bestehenden Verbot "[...] einige Aktionen [...]
stattfinden, ob sie wollen oder nicht" und verkündet
großspurig "Kassel wird [...] nicht von uns
aufgegeben".
Daher rufen wir alle AntifaschistInnen dazu auf, nach
Kassel zu kommen und sich an den Protesten gegen den
zu erwartenden Aufmarsch zu beteiligen. Zum jetzigen
Zeitpunkt ist eine Auftaktkundgebung des Bündnis
gegen Rechts angemeldet. Die von einem breiten
Spektrum unterschiedlicher Initiativen und Gruppen
getragene Kundgebung, wird am Samstag den 20.10 um
10:00 Uhr am Rathaus
beginnen.
Bisherige Infos zum Stand der von den Nazis ursprünglich geplanten
Demonstration:
Begin: 12:00 Uhr
Treffpunkt: Auestadion
Route: über die
Ludwig-Mond-Straße zum Stockplatz (Ecke Kreuzung
Heinrich-Heine-Straße), dort soll eine
Zwischenkundgebung stattfinden. Anschliessend
dieselbe Route zurück zum Auestadion, wo die
Veranstaltung auch beendet werden soll.
Angemeldete Teilnehmer: 150.
Weitere Infos zum aktuellen Stand, Tips zur Anreise,
EA-Nummer etc. werden die nächsten Tage hier
veröffentlicht.
Hier findet ihr noch den vom Bündnis gegen Rechts veröffentlichten Aufruf und deren Mobilisierungs-Plakat.
Weitere Informationen findet ihr auch auf der Webseite
Antimanifest.
Ein engagiertes Privatprojekt aus Kassel, daß schon seit einigen Jahren (nicht nur)
über Rechtsextremismus in Raum Nordhessen informiert.
Auf bald!
